Januar 2008


Di, 1.1.2008

Ich hatte frei, bin aber kaum aus meinem Zimmer gegangen, da ich keine Lust hatte, bei irgendwas zu helfen oder auch nur meinen gestressten Gasteltern unter die Augen zu treten.
Hab ich halt ein paar Telefonate geführt und sonstige Dinge nachgeholt, zu denen ich in Cancun nicht gekommen bin.
Abends war ich noch bei Olga.
Kein sehr spektakulärer Start ins neue Jahr aber was solls.



Mi, 2.1.2008

Back to the daily routine.
War in der Mall und hab mir noch ganz viel Zeug gekauft, weiß nicht wo dieser Wahn jetzt so kurz vor Schluss noch herkommt.
Außerdem hab ich mich mal nach meiner Note in meinem Abschlusstest erkundigt: hab wieder ein A bekommen, somit schließe ich meinen Psychologiekurs erfolgreich und mit Bestnoten ab. *Stolz sei*
Was ich auch noch gemacht hab, und da war ich selbst von mir überrascht: ich habe angefangen zu packen! Alles, was ich nicht mehr brauche hab ich in einen meiner Koffer gesteckt. Es passt sogar und das Gewicht ist auch ok. Vielleicht muss ich doch kein Paket mehr schicken.



Do, 3.1.2008

War in der Bibliothek und hab mir neue Bücher geholt. Lese in letzter Zeit dauernd und auch heute hab ich nicht viel mehr als das gemacht.
Abends war ich mit Ben allein und es lief alles ohne Probleme, obwohl er morgens und in der Schule unausstehlich sein konnte.



Fr, 4.1.2008

Hab ausgeschlafen, nur gepennt bis Mittag, dann ins Solarium und danach musste ich auch schon Ben holen.
Abends haben wir alle zusammen gegessen, was mal wieder schön war. Ich bin danach mit Kathi ins Kino gefahren, haben "P.S. I love you" geguckt, ein sehr trauriger Film wie ich finde.



Sa, 5.1.2008

Hab ein Bisschen gekamt und meine Sachen geordnet, ein paar Sachen weggeschmissen usw.
Abends war ich mit Tasos essen, der nette Opa, mit em ich immer im YMCA rede. Er hat mir sogar Schokolade mitgebracht, voll süß! In dem Diner wo wir waren hab ich dann überraschender Weise Reneé aus meiner Klasse getroffen, sie arbeitet dort, ich hatte ja keine Ahnung. Haben uns verabschiedet, da ich ja schon so gut wie weg bin.



So, 6.1.2008

War noch mal in Manhattan. Bin mit dem Auto noch Hoboken gefahren und mein GPS ist manchmal einfach garnicht hilfreich und so hab ich mich verfahren. Bin in irgendeiner Stadt gelandet, die hat mir Angst gemacht. Alles dreckig und verfallen, war mir unangenehm. Kam aber doch noch heile an und hab nach ewigem Suchen soga noch einen Parkplatz gefunden, auf dem ich stehen konnte, ohne Angst haben zu müssen, dass ich abgeschleppt werde. Endlich in Manhattan hab ich es ENDLICH geschafft aufs Rockefeller Center "The Top of the Rock" zu gehen. War allein oben, Fred, den ich vor einigen Wochen kennen gelernt hatte, wollte eigentlich mitkommen, aber er war spät dran und so ging ich halt ohne ihn. Und wen treffe ich dort oben? Reneé! Es war so ein krasser Zufall! Haben noch lange erzählt und E-Mails ausgetauscht.


Als die Sonne unter gegangen war, bin ich runter und hab Fred getroffen. Waren in einem französischen Restaurant und danach noch in einer Bar. War sehr schön, wir verstehn uns echt voll gut und es ist schade, dass wir uns nicht schon eher kennen gelernt haben...




Mo, 7.1.2008

Hab morgens die Spielsachen vom Wochenende aufgeräumt und dann bin ich Schuhe kaufen gefahren. Danach war ich bei Olga und wir haben fleißig gequatscht. Sie musste dann aber arbeiten und ich bin ins Solarium. Haben uns dann aber nachmittags noch mal getroffen, sie war mit ihrem Jungen auf dem Spielplatz und ich kam dazu. Es war so hammer warm heute, 62 Grad, Top Werte für Mitte Januar!
Was das packen angeht bin ich leider noch nicht vorran gekommen.



Di, 8.1.2008

Und heute lesen Sie: Susi, das unreife Trottelkind, Folge 357
Ich wollte Abends mit Olga ins Kino, es war die letzte Nacht. Ben wollte aber einfach nicht einschlafen und so hab ich halt nen Film für ihn angemacht und hab Lori gefragt und sie meinte, es sei kein Problem wenn Ben ruig ist. Er schrie dann aber. Ich bin trotzdem gefahren. Musste mich beeilen und bin in der Dunkelheit falsch abgebogen. Musste also wenden. Im Rückspiegel sehe ich einen Baum, an dem ich erfolgreich vorbei manövriert habe - um in den danabenstehenden Hydranten hineinzufahren! Rums! Super! Ruecklicht kaputt und dann nocht ein Blechteil, dessen Namen ich nicht weiß. Dem Hydranten geht es aber gut.
Nun erscheint es mir mehr als trivial von allem Anderen zu erzählen, was der Tag gebracht hat - und ich belasse es auch dabei.



Mi, 9.1.2008

Was blieb mir übrig - ich hab gebeichtet. Lori war sauer, klar. Der Schaden beläuft sich auf 1000 Dollar - die ich zahlen soll. Ganz allein. Ich bin am Ende. Mein Geld reicht grad so aber dann sind meine ganzen Ersparnisse vom Jahr futsch. Auf einen Schlag alles weg und das nur wegen eines dämlichen Hydranten.
Außerdem muss ich noch meine Zugfahrt für mein Vorstellungsgespräch neu buchen, hab heute eine E-Mail bekommen wo mir gesagt wurde, wie lang es dauern wird. Super.
Lief alles schief heute, ich könnte kotzen!
Einige mögen jetzt sagen, mach dir nichts drauß, Geld ist nicht alles. Das weiß ich auch aber ohne Geld geht nun Mal garnichts! GARNICHTS!



Do, 10.1.2008

Ich hab Lori gesagt, dass ich den Autounfall und meinen Reisemonat finanziell nicht unter einen Hut bekomme. Lori fragt mich, was ich denn stattdessen die zwei Wochen machen will und ich meinte, ich würde dann halt noch hier wohnen bleiben. "Das geht nicht!" Es wäre dem neuen Au Pair gegenüber nicht fair.  Hab ihr dann aber sämtliche Ersparnisse aufgelistet und wir haben uns darauf geeinigt, dass ich am Sonntag extra arbeiten soll und Montag auch um zu kompensieren, was an Geld fehlt. Außerdem werde ich auch meine Kaution von 300 Dollar, die ich nach erfolgreichem Abschluss des Jahres wieder bekommen, zu meine Gastfamilie schicken müssen.



Fr, 11.1.2008

Es ist auch einfach nicht mehr schön mit meiner Gastfamilie unter einem Dach zu leben. Es liegt so eine Spannung in der Luft. Ich freu mich schon auf meinen Rückflug; vor meinem Reisemonat hebe ich eher Angst.
Ich hab Lori heute 200 Dollar bar gegeben und sie hat mein Wochengehalt behalten. Wenn ich von meiner Reise wiederkomme, soll ich ihr das Restgeld geben.
Abends war Olga bei mir, meine Gastfamilie ist bis Sonntag mittag weg, was mir grade recht kommt. Haben erzählt und ich hab ein wenig Realitätsflucht begangen. Ich finde mich aber irgendwie schon damit ab, wie alles gekommen ist.
Übrigens: Packen ist der blanke Horror! Ich muss wohl doch ein Paket schicken. Und meine Fotos muss ich brennen aber ich weiß nicht wie und mein Gastvater ist nicht da...



Sa, 12.1.2008

Hab den ganzen Tag gepackt, war ja allein zu Haus, da konnte ich mich ausbreiten. Nachmittags bin ich mit Olga zum letzten mal nach New York gefahren. Hab mich wieder mit Fred getroffen, waren was trinken und haben über sonstwas philosophiert.
Auf dem Weg nach Hause waren wir noch mal am Time Square, wo ich noch letzte Fotos gemacht habe.





So, 13.1.2008

Ich bin um 10 Uhr aufgestanden - war wie gerädert, bin ja erst um 4 ins Bett.
Aber da ich noch ein Bisschen was schaffen wollte und ab Mittag arbeiten musste, bin ich aufgestanden.
Hab weiter gepackt und festgestellt, dass ich besser kein Paket schicke, da es echt teuer ist. Fertig bin ich aber noch lange nicht.
Arbet war ok, hab noch nebenbei meine Fotos auf CD gebrannt, was mir ein gutes Gefühl gab. Denn ohne die ganzen Fotos nach Haus zu fliegen, das wäre derAlptraum schlechthin.



Mo, 14.1.2008

Mein letzter Arbeitstag! Und ausgerechnet heute hatten die Kinder später Schule! Musste auch das Auto in die Werkstatt bringen und so hatte ich echt wenig Zeit zum Packen.
Stephanie hat mich gefragt, warum ich gehen muss und meinte, sie wird mich vermissen. Ben hat ja keine Ahnung...
War nachmittags bei Alison und hab mich verabschiedet. Überall gilt es Abschied zu nehmen.
Dennoch, ich realisierte nicht - bis ich mein Zimmer komplett leer geräumt hatte und ins Gästezimmer umgezogen bin für die letzte Nacht. Da wurde ich dann auch endlich mal sentimental... Es fühlt sich SEHR komisch an. Ich fürchte mich gradezu vor meinem Urlaub, da ich ja ganz allein sein werde. Diese Ungewissheit was kommt... schrecklich!


Di, 15.1.2008

Bin morgens mit einem schrecklich Gefühl im Magen aufgewacht: Angst! Ich hab mich echt gefürchtet vor dem, was bevorstand. Habe alles fertig gepackt und Lori hat mich zum Bahnhof gefahren. Hab den Zug grade so erwischet. Kaum saß ich kam schon die erste Überraschung: ich muss umsteigen. Wusste nicht wo und wann und das hat mir nur noch mehr Angst gemacht. Habs aber gemeistert und kam heil in NYC an, wo ich die Subway zum Flughafen genommen hab. Leider kam ich aber an einem anderen Stop raus und von dort musste ich dann noch mit dem Bus fahren. War schon etwas spät dran und hatte echt Angst, dass ich meinen Flieger verpasse.
War dann aber doch noch rechtzeitig dort und mein Flug hatte sogar noch mehr als 2 Stunden Verspãtung! Kam also erst abends um 8 in New Orleans an.  Hab das Shuttle zum Hostel genommen und mich einfach nur verloren gefühlt.
Als ich ankam verflog diese Gefühl allerdins schnell. Wurde freundlich empfangen und hab mich gleich wohl gefühlt. Ich fragte dann, ob mir jemand sagen könne, wie ich am besten zu meinem Arbeitsplaz komme und ich erfuhr, dass es da keine Möglichkeit gibt. Ok, das warf mich zurück aber zum Glück war John da, der schon für Habitat for Humanity gearbeitet hatte und er hat mir gesagt, es gäbe einen Ort, der näher am hostel liegt, wo ich arbeiten könnte und er hat mir genau erklärt, wie ich dort hin komme.
Abends hab ich noch ein wenig die Stadt erkundet. War im French Quarter, am Jackson Square und in der Bourbon Street, wo echt was los ist. Unzählige Bars reihen sich dort aneinander und es wird überall live Musik gespielt.


Mi, 16.1.2008

Es hat geschüttet wie aus Eimern. Bin trotzdem aufgestanden, da ich mich mit Andrés treffen wollte, den ich den Abend zu vor kennen gelernt hatte und der auch Freiwilligenarbeit leistet.
Hab mich dann aber doch wieder hingelegt und noch etwas geschlafen, die Nacht war nämlich nicht so gut.
Hab den Tag mit lesen, Schach spielen und mit den Leuten hier quatschen verbracht.
Abends war ich mit Andrés und Bill, der auch im Hostel wohnt, in der Bourbon Street. Haben Crawfisch und Schildkrötensuppe gegessen und hatten ne Menge Spaß.


Do, 17.1.2008

Hut war mein erster richtiger Arbeitstag. Bin um 6 Uhr aufgestanden und mit Bill zum Musicians Village gefahren, wo wir arbeiten sollten. Nach einem kurzen Vortrag zum Thema Sicherheits wurden alle aufgeteilt und los ging es. Ich habe Zäune gebaut. Wurde mit Bill, zwei Frauen Paddy und Lisa und noch ein paar anderen Leuten dafür eingesetzt. Haben Löcher gegraben, Zement gemischt und Pfeiler zugeschnitten.


Es war ein riesen Spaß, ich kanns garnicht beschreiben!
Zum Mittag bin ich mit Bill zurück ins Hostel gefahren, habe Mac 'n' Cheese im Wert von 50 Cent gegessen - war aber lecker! Die Zeit nach der Pause verging rasend schnell und 15 Uhr war Feierabend.
Ich habe schon an diesem Einen Tag eine Menge gelernt und es hat mir einfch nur ein unglaublich gutes Gefühl gegeben und ich bedaure, dass ich das nicht noch länger machen kann.


Fr, 18.1.2008

Bill solle mich heute fahren, er war aber zur vereinbarten Zei nicht da und ich hab mich nach nem Bus erkundigt. Zum Glück kam er aber doch noch rechtzeitig. Andrés war auch schon wach, um sich zu verabschieden, er fuhr leider schon wieder ab.
Hab mit Lisa und Patty den ganzen Tag Zäune gebaut. Wir waren die Einzigen und so kamen wir nicht so schnell voran, hatten aber unseren Spaß. Zum Mittag waren wir in einer Bar, wo ich einen Po-Boy (eine Art Sandwich) mit Katzenfisch gegessen hab. Sagen wir mal, es hat interessant geschmeckt.
Nachmittags war ich mit John, Eban und Ben unterwegs. Sind an einem Fluss spazieren gegangen, war sehr schön.
Ich mag die Leute hier im Hostel. Die sind alle nicht reich und leben unter Verhältnissen, die ich schon als eher unangenehm empfinde. Zimmer und Bad mit zig Leuten zu teilen liegt nicht jedem. Aber hier sind alle gut drauf und das steckt an. Ich hab die ganze Zeit schon hier immer gute Laune. Auch die Gespräche, di ich hier schon geführt habe, waren sehr interessant.
Hier in New Orleans zu sein ist echt eine tolle Erahrung.


Sa, 19.1.2008

Es hat schon wieder geregnet! Konnte also wieder nicht arbeiten gehen. Bin mit Bill durch die Stadt gefahren und dabei einiges an Zerstörung gesehen. Auch wenn es jetzt schon einige Zeit her ist, kann man nach wie vor die Zerstörung und die Armut sehen. Es gibt hier eine Brücke, unter der haben zahlreiche Obdachlose Zelte aufgeschlagen und wohnen nun da. Es ist traurig.
Abends war die erste Parade zum Mardi Gras, was mit der deutschen Faschingszeit zu vergleichen ist. Wusste nicht, mit wem ich gehen sollte und so hab ich die nächstbesten Jungs gefragt, die grad da waren - was eine gute Idee war! Die drei sind aus Deutschland! Hatte mich als Ketchup verkleidet und so sind wir dann los. Wir hatten einfach nur riesen Spaß! Waren was trinken und tanzen. Das war mein bester Abend seit langem!





So, 20.1.2008

Viel geschlafen hatten wir nicht. Das Wetter war zur Abwechslung mal schön und ich bin mit den Jungs das Garden District, ein Stadtteil von New Orleans, wo viele alte Villen stehen, anschauen gegangen. Wir hatten einen tollen Tag zusammen, haben das Wetter genossen und viel gelacht. Nachmittags waren wir noch am Jackson Square, wo eine Breakdance Show war. Es war total kurzweilig, den Tricks und Stunts zu zusehen und bei dem Wetter ein guter Abschluss des Tages.
Zurück im Hostel haben die Jungs noch einmal eingecheckt für eine Nacht, da wir abends noch mal weg wollten. War aber ein ruhigerer Abend, da alle total müde waren. Und ich Trottel hab auch noch meinen Geldbeutel verloren! Das war echt ärgerlich!



Mo, 21.1.2008

Jonas, Simon und Stefan sind abgefahren, war sehr traurig, da wir echt super viel Spaß zusammen hatten! Hab mich noch mal hingelegt, da ich todmüde war. Nachmittags war ich mit Ben auf einem der Friedhöfe, welche absolut sehenswert sind, da die Leichen oberirdisch beigesetzt werden, denn sobald man ein Loch von einem hlaben Meter Tliefe gräbt, läuft es mit Wasser voll. Liegt daran, dass New Orleans unter dem Meeresspiegel liegt.
Auf dem Rückweg haben wir den Sonnenuntergang genossen.


Di, 22.1.2008

Endlich wieder mit Habitat arbeiten! Ich wurde sogar vom netten Rowan gefahren, da war ich vielleicht dankbar! Hab mich neu einteilen lassen und nun hieß es, an einem richtigen Haus anzupacken. Das Dach musste gedeckt werden und da hab ich dann auch den ganzen Tag drauf gesessen und Nägel reingehauen. 


Die Sonne hat geschienne, da hat es gleich noch mehr Spaß gemacht. Es war allerdings auch sehr anstrengend.
Nachmittags hab ich an der Rezeption mein Geburtstagsgeschenk abgeholt, das Jonas ohne mein Wissen für mich da gelassen hatte. Ein T-Shirt und eine Mardi Gras Kette hab ich bekommen, hab gesytrahlt wie ein Honigkuchenpferd!
Abends war ich mit ein paar Deutschen in der Bourbon Street unterwegs. Hatte vorher den Tipp bekommen, mir einen Dollarschein ans T-Shirt zu heften


damit jeder sieht, dass ich Geburtstag hab und mir Geld für Alkohol zusteckt. Hat ganz gut geklappt, kam immerhin auf 11 Dollar. WIr hatten nen coolen Abend.


Mi, 23.1.2008

Ich wurde abgeholt! Konnte bis um 7 Uhr schlafen, was für ein Segen!
Joe, der uns schon beim Zäune bauen beaufsichtigt hatte, war auch wieder da. Hab heute die Lücken zwischen Haus und Fenster mit Silikon oder sowas zugeschmiert, gestrichen und isoliert. Dabei hab ich mir mit einem Hammer, aus dem Heftklammern rauskamen, auf den Finger gehauen. Hat doll geblutet und ich musste verarzt werden. Bin dann aber gleich wieder zurück an die Arbeit.
Nachmittags saß ich mit Rowan in der Küche und haben Popkorn gemacht und uns gegenseitig in den Mund geworfen. In diesem Hostel wird es echt nie langweilig. Das Problem ist nur, dass 90% der Leute dort rauchen und das steckt an. Rauche fast ne Schachtel pro Tag...


Do, 24.1.2008

Regen!! Schon wieder! Langsam nervt es. Wurde aber trotzdem abgeholt und wir haben sogar gearbeitet, da das Dach ja inzwischen gedeckt ist. Habe nichts besonderes gemacht, nur hier und da ein paar Nägel ins Holz geschlagen. Zur Mittagspause hab ich mich dann verabschiedet, damit ich noch pünktlich auschecken konnte. Hab noch was gegessen, geschlafen und gegammelt bis Rowan mich zum Busbahnhof gefahren hat, was ich absolut zu schätzen wusste. Der Bus hatte, bei meinem Glück, natürlich Verspätung. Sind dann aber doch irgendwann los und hab mich die Ganze Fahrt bis Mobile, AL mit Benji, denn ich dort getroffen hatte, unterhalten.


Fr, 25.1.2008

Bus Bus Bus. Viel mehr hab ich nicht gesehen als Busse, den ganzen Tag war ich unterwegs. Waren morgens um 4 Uhr in Tallahassee, FL, wo ich ewig warten musste. Weiter gings nach Orlando. Hab die meiste Zeit geschlafen und die Fahrt verging recht schnell. Bis wir Mittags in Orlando waren und ich umsteigen musste. Fast 3 Stunden hab ich gewartet. 
Nach 26 Stunden Busfahrt war ich dann Abends um 9 endlich in Miami am Flughafen. Von dort wollte ich den Bus nehmen, der nachmal ewig zum Hostel gebraucht hätte. Zum Glück wurde ich aber von einem netten Einheimischen mitgenommen und so war ich noch rechtzeitig dort, um mit den Leuten auf Party zu fahren. Leider war das ein Reinfall, der erste Club war schon voll und in den Zweite n kam ich wegen meiner Schuhe nicht rein. War ärgerlich.


Sa, 26.1.2008

Hatte am Vorabend einen Haufen Leute kennen gelernt und so bin ich aufgestanden und hab alles auf mich zu kommen lassen. Gleich auf dem Gang hab ich Steffi und Mandy getroffen, mit denen ich dann auch den Tag verbracht hab. Sind mit dem Bus zur Bayside gefahren. was eine Einkaufsmeile in Miami ist. Haben einen Smoothie aus frischen Früchten zum Mittag getrunken.
Nachmittags war ich dann auch zum ersten Mal am Strand,


der von Hostel aus in zwei Minuten zu Fuß zu erreichen ist.  Abends war wieder Party angesagt, dieses Mal hab ich mich richtig rausgeputzt, um sicher zu gehen, dass die Party nicht wieder endet bevor sie angefangen hat. Es gab auch keine Probleme und wir hatten einen riesen Spaß für umsonst, sogar ein Freigetränk gabs noch oben drauf. Der Club namens "Space" hatte 3 Floors, einer war open air, dort haben wir auch die meiste Zeit verbracht.
Was ich an Miami so geil finde sind erstens die unzähligen Palmen, die stehen wohin man auch schaut und zweitens, die Musik. Hier ist R'n'B out und Techno in, genau mein Ding. Es war ein super Abend!
Auf der Rückfahrt haben wir nicht alle in ein Taxi gepasst und sind demzufolge kreativ geworden:




So, 27.1.2008

Nach wenigen Stunden Schlaf sind wir aufgestanden und haben gefrühstückt, was im Hostel umsonst war. Das Wetter war leider furchtbar! Es war kalt und hat geregnet. Wir waren ziemlich verzweifelt. Komischer Weise klarte es dann aber doch noch auf und wir konnten zum Strand gehen. Haben Chris mitgenommen, der aus Salt Lake City kommt. Hatten nen coolen Tag zusammen und irgendwann nachmittags haben wir dann auch mal erfahren, dass Chris eigentlich fließend Deutsch spricht. Hatten uns vorher natürlich auf Englishc unterhalten aber wir Mädels unternander hatten auch Deutsch gesprochen. Wir hatten aber wohl nichts Falsches gesagt und so war es eigentlich eine lustige Situation.
Chris ist Abends abgefahren, nachdam wir bei Subway gegessen hatten.
Haben uns dann fertig gemacht und sind wieder auf Party, obwohl wir alle ziehmlich müde waren und schon darüber nachdachten, einfach schlafen zu gehen. Gut, dass wir es nicht gemacht haben, der Club war der Wahnsinn. Nikki Beach heißt die Location und es war echt so super dort! Es gibt eine AUssenanlage mit Palmen und weißen Ledersofas, von der aus man direkt zum Strand kommt, einfach Wahnsinn. Wir drei hatten zu allem Überfluss auch noch das Glück, dass wir hoch in den VIP Bereich durften. Sehr nobel dort alles und die Leute waren interessant. Es war eindeutig gehobene Gesellschaft, die sich dort tummelte, was interessant zu beobachten war.


Wir haben gefeiert bis in den Morgen und um 5 Uhr waren wir dann auch endlich mal im Bett. Hab bei Mandy und Steffi mit im Zimmer geschlafen, da den Tag vorher fast alle aus ihrem ZImmer ausgezogen waren.


Mo, 28.1.2008

Wieder ein Strandtag. Leider sind Steffi und Mandy nachmittags abgereist, wir waren aber vorher nochmal traditionell bei Subway essen.


Als die Beiden weg waren, bin ich zur Lincoln Road gegangen, wo es viele Läden und Restaurants gibt. Auch den Ocean Drive bin ich nochmal entlang geschlendert.


Abends war ich essen, für alles Andere war ich zu müde.


Di, 29.1.2008

Bin um 8 Uhr aufgestanden, damit ich noch ein Bisschen an den Strand gehen konnte, bevor ich mittags auschecken musste. Bin mit dem Taxi zum Flughafen, hab sogar einen Sonderpreis bekommen! Mein Flug hatte, wie konnte es anders sein, Verspätung. War aber trotzdem alles ok und Lori hat mich vom Flughafen abgeholt. Ich hatte mir mega Sorgen wegen meinem Koffer gemacht, da ich die Leute beim Einladen beobachtet hatte, er war aber zum Glück im richtigen Flieger.
Bevor ich Inga kennen lernen durfte, die seit einer Woche bei  meiner Gastfamilie ist, ist Lori noch mit mir Essen gegangen, zu Ehren meines 21. Geburtstages. Hab mich vollgestopft bis oben hin.
Dann war es soweit, habe Inga kennen gelernt. Sie macht einen sehr netten Eindruck und auch Lori hat nur Gutes über sie erzählt. Haben noch geredet, bin dann aber ins Bett, war tot.


Mi, 30.1.2008

Mein letzter ganzer Tag in Jersey. Hab morgens gepackt. Mittags waren Lori, Ben, Inga, Olga und ich im Royal Buffet, meinem Lieblingsrestaurant, essen. War wie immer sehr lecker, auch wenn ich vom Vorabend noch voll war hab ich ne ganze Menge gefuttert.
Danach war ich mit Inga beim Wal Mart und mit Olga in der Mall. Hab noch Geld übrig und wollte noch etwas Sinnvolles damit anstellen. Es hat mit einem IPod geendet, eigentlich wollte ich das IPhone, das hätte aber in Deutschland nur bedingt funktioniert.
Abends gab es das letzte gemeinsame Essen mit meiner Gastfamilie. Es gab mein Lieblingsessen, Tacos. Zum Nachtisch gab es natürlich wieder eine Torte, die voll süß gemacht war, mit einer Karte von New Jersey und Deutschland und sogar was auf Deutsch geschrieben. Ein Schaf war außerdem drauf. Hab auch noch ein Abschiedsgeschenk bekommen. Ein Schaf, dessen Bauch man herrausnehmen und aufwärmen kann und eine total schöne Karte. Hab mich gefreut!
Abends hat Olga mich abgeholt und zu Kathi gefahren, der ich dann noch bye gesagt hab. Von Olga musste ich mich dann auch verabschieden, was nicht leicht war. Wir sind so verblieben, dass wir uns in Deutschland wieder treffen wollen...


Do, 31.1.2008

Der allerletzte Tag. Heute geht mein Flug nach Deutschland. Das wars also, kein Amerika mehr für die nächste Zeit. Ich werde, von Freunden und Gastfamilie mal abgesehen,  mein Auto vermissen und die kleinen Trinkbrunnen überall. Das gute Essen wird mir fehlen und sowieso das bequeme Leben hier. Aber ich freue mich auch. Olga meinte gestern schon, ich würde die ganze Zeit strahlen. Ja, ich bin hier fertig, ein Jahr war genug. Aber meine Reiserei fängt hoffentlich erst an. Ich kann es kaum erwarten, noch mehr von der Welt zu sehen.
Aber heute gehts erstmal in den Flieger nach good old Germany. Familie und Freunde wiedersehen. Veränderungen feststellen, sich wieder einleben, einen Job finden. Ja, der Ernst des Lebens geht sozusagen los.
Das Packen war übrigens der Horror.


Hab bestimmt eine halbe Stunde pro Koffer gebraucht, um sie zu zukriegen. Werd auch zahlen müssen, da sie zu schwer sind. Aber gut.


Leute, ich freu mich darauf, alle endlich wieder zu sehen und Jersey, du wirst mir fehlen!

Es war das geilste Jahr meines bisherigen Lebens!

Ortszeit:

Und hier das Wetter:
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